Der Hund - ein Freund des Menschen

Berner Sennenhund

Welt der HundeDer Berner Sennenhund ist eine Hunderasse aus der Schweiz. Er erreicht bis zu 70 cm Schulterhöhe und ist durch seine charakteristische Farbgebung bekannt. Größtenteils ist er schwarz; Beine, Brust und Schnauze sind braun-weiß gezeichnet. Es handelt sich bei der Rasse um einen Hirtenhund, der daher viel Bewegung braucht, auch wenn er als sehr umgänglich und wenig kompliziert gilt. Berner Sennenhunde zeichnen sich außer durch ihre Farbgebung auch durch das lange, meist glatte Fell aus. Dieses darf höchstens leicht gewellt sein. Der Hund hat freie, raumgreifende Bewegungen und hoch angesetzte, große Hängeohren. Je symmetrischer seine Farbgebung, desto eher entspricht er dem Idealtypus seiner Rasse. Einige Charakteristika der Farbe sind gern gesehen, aber kein Muss; dazu gehören etwa eine weiße Schwanzspitze oder weiße Pfoten. Der Berner Sennenhund gilt als ein umgängliches, freundliches Tier. Der Charakter ist ausgeglichen und er macht selten Probleme. Er ist selbstsicher und zeigt selten Verunsicherung. Durch seine Züchtung und Verwendung als Hirtenhund hat der Berner Sennenhund einen ausgeprägten Wachtrieb, der natürlich auch dann zur Geltung kommt, wenn er lediglich Haus und Garten seines Besitzers sein Eigen nennt. Er wird allerdings nicht aggressiv, das entspricht nicht seinem Wesen. Im Idealfall eignet sich die Hunderasse als Familienhund, da auch Kinder trotz seiner Größe gut mit ihm umgehen und er auf sie hören wird, sobald sie sich einen grundlegenden Respekt verschafft haben und stark genug sind, das große Tier unter Kontrolle zu halten. Viele Berner Sennenhunde machen es aber auch jungen Kindern nicht schwer, mit ihnen umzugehen, sie nehmen Rücksicht auf ihre jungen Herrchen.

Charakteristische Wesensmerkmale

Der Berner Sennenhund braucht als Hirtenhund viel Bewegung und Freiraum. Wenn er sich nicht ausreichend austoben kann, wird er genau wie die meisten anderen Hunde dieser Art unglücklich. Wie andere große Hunderassen sollte diese Rasse nicht in einem hohen Stockwerk ohne Aufzug leben, da er zu Erkrankungen der Hüftgelenke neigt, beispielsweise zur Hüftdysplasie. Am besten geeignet ist ein Haus mit Garten, in dem er nur wenige Treppen zu bewältigen hätte. Der Besitzer sollte sich vor allem aber darauf einstellen, dass der Berner Sennenhund nicht allzu alt wird. Bösartige Tumoren sind ein Problem dieser Rasse; sie treten bereits ab dem Alter von 4 Jahren gehäuft auf. Vorsorgeuntersuchungen sind daher eine gute Idee, sobald der Hund das Alter überschritten hat, da Tumoren so rechtzeitig erkannt und behandelt werden können. Die Lebenserwartung der Rasse beträgt etwa 7 Jahre, auch wenn es Exemplare gibt, die noch mehrere Jahre glücklich darüber hinaus am Leben sind. Berner Sennenhunde werden auch heute noch gerne als Hüte- und Hirtenhunde eingesetzt. Dies liegt in ihrer Natur und sie eignen sich perfekt für solche Aufgaben. Sie sind aber auch perfekte Familienhunde, da sie durch ihr umgängliches Wesen mit jedem Familienmitglied ein gutes Verhältnis haben dürften. Wichtig ist, dass sie viel Bewegung bekommen. Mit einem sportlichen Besitzer sind sie am glücklichsten; sie kommen gerne mit zum Joggen, gehen aber auch ruhig spazieren und können meist problemlos von der Leine gelassen werden, um nach Belieben zu laufen, sofern das gesetzlich erlaubt ist. Für Hundesportarten sind sie aber eher bedingt geeignet, da sie meist nicht die Wendigkeit besitzen, die ihnen etwa Agility abverlangen würde. Bei der Haltung sollte man berücksichtigen, dass ihr Fell lang und schwer ist. Es braucht daher viel Pflege und sollte am besten täglich gebürstet oder gekämmt werden, andernfalls verfilzt es. In den Sommermonaten wird dem Berner Sennenhund schnell heiß, sodass man ihn dann nicht überfordern sollte.