Der Hund - ein Freund des Menschen

Deutscher Schäferhund

Welt der Hunde Deutscher SchäferhundDer Deutsche Schäferhund stammt ursprünglich von kurz- und stockhaarigen Schlägen deutscher Hütehunde ab, die vor allem aus Thüringen und Württemberg kamen und sowohl die Herden der Bauern trieben als auch ihr Eigentum bewachten. Die Entstehung der eigentlichen Rasse des Deutschen Schäferhundes liegt allerdings noch nicht sehr weit zurück. Sie liegt am Ende des 19. Jahrhunderts. Der Begründer dieser Rasse ist Max von Stephanitz, der es sich zur Aufgabe machte einen kräftigen und leistungsfähigen Schäferhund zu züchten. So kaufte er im Jahre 1898 zusammen mit seinem guten Freund Arthur Meyer von einem frankfurter Züchter einen Arbeitshund, von dem er schlichtweg begeistert war. Dieser sollte der erste Hund sein, der im Zuchtbuch des Vereins für Deutsche Schäferhunde (SV) eingetragen wurde und gilt somit als der erste Deutsche Schäferhund.

Charakteristische Wesensmerkmale

Welt der Hunde Deutscher SchäferhundVon diesem und seinem Bruder ausgehend wurden mit Hilfe einer ausgewählten Hündin in den folgenden Jahren die Deutschen Schäferhunde gezüchtet und die meisten heute existierenden Deutschen Schäferhunde stammen von diesen ab. Die Namen der Stammhunde waren „Horand von Grafrath“, „Luchs von Sparwasser“ und „Mari von Grafrath“. Seit seiner Gründung im Jahr 1899 bis ins Jahr 1935 war nun Max von Stephanitz Präsident des Vereins für Deutsche Schäferhunde (SV). Schon im Jahr der Gründung des Vereins, also im Jahr 1899, wurde der erste Rassestandard für den Deutschen Schäferhund beschlossen. So wurde nach diesem die Rasse in rauhaarige, glatthaarige und langhaarige Hunde unterteilt. Weitere Kriterien für den Deutschen Schäferhund waren die spitzen Ohren, die gestreckte Schnauze, die abwärts getragene, buschige Rute, eine Körpergröße von 50-55 Zentimetern und eine schwarz, weiß, grau oder rotgelbe Farbgebung. Die Farbe Weiß wurde aber im Jahr 1933 wieder gestrichen. Unter der Leitung von Stephanitz kam es zu einer Art Blütezeit des Deutschen Schäferhundes, das heißt, er wurde schnell international anerkannt und geschätzt. Dies gilt auch für den Bereich der Polizei und des Militärs. So kamen während des Ersten Weltkriegs mehr als 40.000 Deutsche Schäferhunde als Kriegshunde im deutschen Heer zum Einsatz und auch in der NS-Propaganda unter Adolf Hitler spielte diese Rasse eine wichtige Rolle - Sie wurde zum Symbol für Deutschland. Außerdem sollten die Deutschen Schäferhunde auch an dem damals stattfindenden Zweiten Weltkrieg in großer Zahl teilhaben. Auch heute findet man den Deutschen Schäferhund noch sehr oft als Polizeihund und im Militär, allerdings ist er auch an vielen anderen Stellen, wie zum Beispiel als Blinden-, Wach- oder aber auch Familienhund, vertreten und ist immer noch eine der am weitesten verbreiteten Hunderassen.