Der Hund - ein Freund des Menschen

Glatthaarfoxterrier und Drahthaarfoxterrier

Welt der Hunde DrahthaarterrierDie renommierte FCI (Fédération Cynologique Internationale) führt in ihrer Liste anerkannter Hunderassen in der Sektion 3 (Hochläufige Terrier) zwei, Großbritannien als Ursprungsland zugeordnete, Foxterrier-Rassen auf: Den Fox Terrier (Smooth) und den Fox Terrier (Wire). Auch der ebenfalls für das internationale Hundewesen einflussreiche britische Hundezucht-Dachverband KC (The Kennel Club) listet diese Rassen auf.
Im deutschen Sprachgebrauch werden die beiden Terrierrassen als Glatthaar- und als Drahthaarterrier bezeichnet oder auch liebevoll-umgangssprachlich als „Foxel“ tituliert. Gelegentlich wird für den Foxterrier auch fälschlicherweise die Bezeichnung „Foxhound“ verwendet: Die in verschiedenen Rassen gezüchteten Foxhounds sind aber hochläufige Meutehunde, die sich nicht nur in der Größe von den Foxterriern eindeutig unterscheiden. Das Erscheinungsbild beider Foxterrier-Rassen ist weitgehend gleich. Foxterrier erreichen selten eine größere Widerristhöhe als 40 cm und sollten nicht wesentlich schwerer als 7,5 bis 8,5 kg sein. Die Hündinnen sind in der Regel ein wenig leichter und kleiner als Rüden. Die mittelgroßen, muskulösen Hunde haben einen relativ kurzen Rücken und ein besonders stabiles Sklelett. Die Foxterrier sind im Verhältnis zu ihrer Größe überaus kräftig, ohne plump zu wirken. Die kraftvollen Hunde zeichnen sich durch Schnelligkeit und Ausdauer aus. Charakteristisch für die äußere Erscheining ist die schmale, flache Schädelform mit der kaum ausgeprägten Stirngrube und den kleinen, abgeknickten Ohren, die in V-Form fallen. Insbesondere beim Drahthaar-Foxterrier mit seiner leicht abstehenden Schnauzenbehaarung erinnert die Kopfform entfernt an einen Laib Kastenbrot.

Charakteristische Wesensmerkmale

Der weißfellige, mit schwarzen oder hellbraunen Abzeichen bedeckte Foxterrier wird seit Mitte des 19. Jahrhunderts für die Fuchsjagd gezüchtet. Dabei wird insbesondere darauf Wert gelegt, dass der Hund von seiner Körperform fähig sein sollte, den gejagten Fuchs in dessen röhrenförmigen Bau zu verfolgen. Diese Ausrichtung war entscheidend für den von „Fox“ („Fuchs“) und „Terra“ („Erde“) abgeleiteten Namen des seit 1876 als Rasse anerkannten Jagdhundes.
Der Drahthaar-Foxterrier stellt zuchtgeschichtlich die jüngere und auch größere der beiden Foxterrier-Varianten dar. Der Drahthaar-Terrier vereinigt wahrscheinlich Glatthaar-Linien mit Einkreuzungen vom drahthaarigen English Terrier. Das dichte Fell des Drahthaars sollte in regelmäßigen Abständen gestutzt werden. Dabei dürfen keine scharfen Messer oder Scheren zum Einsatz kommen. Ansonsten würde das Deckhaar zugunsten des farblos-rötlichen Unterfells, das keine Schmutz abweisenden Eigenschaften, wie das Deckhaar aufweist, Schaden nehmen. Das Trimmen des ansonsten völlig pflegeleichten Drahthaarterriers umfasst das mit einem gewissen Aufwand verbundene, im Prinzip aber technisch simple Auszupfen abgestorbener Deckhaare.
Der Drahthaar-Foxterrier stand zunächst im Schatten des Glatthaarterriers. Mit der Zunahme der Bedeutung des Foxterriers als Familien- und Begleithund gewann der wegen seines leicht gekräuselten Fells streichelsymapthischer wirkende Drahthaar aber erheblich an Bedeutung. Der lebhafte, intelligente und robuste Vierbeiner gilt trotz seines ausgeprägten Selbstbewusstseins als angenehmer und kinderlieber Begleiter, der sich bei artgerechter, Konsequenz nicht vernachlässigender Erziehung hervorragend in die menschliche Familie einfügt. Aber auch als Rettungshund und für Therapien eignet sich der Drahthaar-Foxterrier. Geradezu geschaffen ist der bewegungsfreudige und lernbegierige Foxel für alle Formen des Agility-Sports.


Seinen Beliebtheitshöhepunkt erlebte der Drahthaar-Foxterrier in den Jahrzehnten zwischen etwa 1920 und 1970. Aber auch heute gibt es natürlich immer noch zahlreiche Fans des liebenswerten Drahthaar-Terriers. Einige Vertreter der zeitweilig zum Modehund avancierten Drahthaarterrier erlangten sogar regelrechte Medienprominenz. So wurde der Foxterrier Struppi von 1956 bis zu seinem Tod 1959 an der Seite des TV-Quizmasters Robert Lemke („Was bin ich?“) eine frühe bundesrepublikanische Fernseh-Berühmtheit. Weltweit berühmt war Mr. Asta, der Begleiter des Film-Detektivs Nick Charles (William Powell) in der US-amerikanischen Erfolgs-Krimifilm-Serie „Der Dünne Mann“ (1934 bis 1947).